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Endlich Schnee im Hohen Venn

Sonnenuntergangim Hohen Venn

Endlich war es soweit und es lag eine ansehnliche Schneeschicht im Hohen Venn in der Eifel. Dieses Gebiet kannte ich bereits durch die Milchstraßenfotografie zuvor. Ich beobachtete die Wetterlage dort bereits seit Wochen und wartete auf die Möglichkeit, am Wochenende dort vorbei fahren zu können. Da es sich beim Hohe Venn um eine Hochfläche handelt, ist es dort kälter und eher mit Schnee zu rechnen.

Ich brach an einem Samstagnachmittag gegen 13 Uhr auf. Die ca. 1 1/2 stündige fahrt aus Wermelskirchen in die Eifel unterbrach ich kurz vor dem Ziel in Monschau, um mir einen Überblick über die Stadt im hellen zu verschaffen. Auf dem Rückweg wollte ich diese dann zur blauen Stunde ablichten. Mit ihren vielen kleinen Gassen und Wegen, ist es gar nicht so einfach sich in dieser zurecht zu finden.

Nachdem die kostenlosen 30 Minuten Parkzeit abgelaufen waren, ging es weiter ins Hohe Venn. Von Monschau aus erreicht man dieses in unter 15 Minuten. Kaum zu glauben, dass eine solche Landschaft so schnell aus einer Stadt zu erreichen ist. Am Parkplatz angekommen staunte ich nicht schlecht, welche Mengen Schnee dort lagen. In Monschau waren es wenige Millimeter, wohingegen es im Hohen Venn gleich einige Zentimeter waren.

Verschneite Landschaft im Hohen Venn
Bereits auf dem Parkplatz machte ich dieses Bild

Schnell machte ich mich vom Parkplatz auf den Weg ins Hochmoor um erste Bilder der Schneelandschaft zu machen. Nach 30 Minuten viel mir dann auf, dass ich mein Wasser vergessen hatte. Also ging es noch einmal zurück zum Parkplatz. Anschließend versuchte ich einige Sonnensterne in der Schneelandschaft einzufangen. Besonders viel mir dabei ein Baum auf, welcher an der Spitze 2 Äste in V-Form hatte. Dieser lud mich dazu ein, den Sonnenstern genau in die Mitte zu setzten.

Sonnenstern Baum im Hohen Venn
Sonnenstern am Baum im Hohen Venn / Nikon D750 – F/18 – 1/80s – ISO 100 / 15mm

Anschließend ging es weiter durch die Schneelandschaft. An diesem Tag herrschte im Hohen Venn Hochbetrieb und man musste immer wieder schauen, wie man auf den relativ engen Stegen aneinander vorbei kommt. Als ich mich anschließend zum Sonnenuntergang zu einem kleinen zugefrorenem See begab, stellte ich fest, dass dort noch ca. 7 andere Fotografen auf den Sonnenuntergang warteten. Da ich nicht daran interessiert war mit diesen zu kuscheln, zog ich etwas weiter und machte dort erstmal einige Bilder vom Sonnenuntergang. Dabei kam unter anderem folgendes Foto heraus:

Sonnenuntergangim Hohen Venn
Sonnenuntergang im Hohen Venn / Nikon D750 – F/914– 1/60s – ISO 100 / 30mm

Als ich von Dort anschließend zurück ging, zu meinem eigentlichen Spot am See waren einige Fotografen schon verschwunden und ich konnte die Szene noch in Ruhe kurz nach dem Sonnenuntergang ablichten.

Sonnenuntergangim Hohen Venn
Sonnenuntergang am See im Hohen Venn / Nikon D750 – F/9 – 1/60s – ISO 100 / 15mm

Schnell stand ich alleine dort und konnte noch ein paar weitere Bilder machen. Danach zog ich auch zügig zurück zum Auto, da ich ja noch schnell weiter nach Monschau wollte. Auf dem Rückweg gelang mir noch ein gutes Bild auf der Straße vor dem Parkplatz.

Die Straße ins Nirgendwo… / Nikon D750 – F/3,5 – 1/15s – ISO 320 / 16mm

Anschließend ging es zügig zurück nach Monschau, um dort noch einige Bilder in der blauen Stunde aufzunehmen. Zum Glück war ich vorher schon im hellen dort und verlor keine Zeit beim Suchen eines Parkplatzes. Schnell ging es über den Panoramaweg hinauf zur Haller Ruine, um von dort die Stadt Monschau im Schnee abzulichten. Dabei half mir im Dunklen besonders meine Stirnlampe *.

Monschau zur Blauen Stunde
Monschau im Schnee zur Blauen Stunde / Nikon D750 – F/8 – 30s – ISO 100 / 15mm

Anschließend ging es noch in die Stadt selbst, um dort die klassischen Monschau Bilder zu machen, welche aus meiner Sicht aber nicht richtig überzeugen konnten. Trotzdem war es insgesamt eine sehr lohnende Tour, welche bei entsprechender Wetterlage nach einer Wiederholung schreit.

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